
Kölner lieben ihre Stadt und das spürt man. In keiner anderen Stadt wird die Verbundenheit ihrer Bewohner mit ihrer Heimat so ausgelebt und zelebriert wie hier. Keine andere Metropole hat so viele Lieder und so viele Musikgruppen, die in ihrer kölschen „Muttersprache“ das Hohelied der Heimatstadt besingen und feiern: „Hey Kölle – do bes e Jeföhl“.
Die Konzerte dieser Gruppen und Bands, ganz vorneweg „BAP“, die „Bläck Fööss“ oder „De Höhner“ – weit über Köln hinaus bekannt und beliebt – füllen die riesige Kölnarena und andere große Säle der Stadt. Und die Lieder werden beileibe nicht nur im Karneval angestimmt. Ob Fußball beim 1. FC Köln, Eishockeyspiele der „Haie“, Silvesterfeiern oder Stadtteilfeste – zwangsläufig endet jede Party mit einer oder mehreren Hymnen auf die Stadt.
Große Emotionalität zeigt sich ebenso beim lokalen Fußball-Verein: Die Treue der Fans des 1. FC Köln zu ihrem Club ist legendär, die Zahl der Besucher der Heimspiele – auch und insbesondere zu Zeiten der Zweitklassigkeit - ist Rekord.
Sprichwörtlich ist auch die Rührung, die die meisten Kölner überkommt, wenn sie nach einer Reise die Domspitzen schon von weitem wieder sehen.
Böse Zungen nennen das bisweilen „Kölntümelei“, Fakt ist jedoch, dass sich viele Menschen gerne davon anstecken lassen. Nicht umsonst ist Köln bei prominenten Künstlern und Medienleuten so beliebt, viele machten die Domstadt zu ihrem Wohnsitz.
Kölner sind bodenständig, manchmal ein wenig respektlos, äußerst kommunikativ, tolerant, lebensbejahend und weltoffen. Dies äußert sich auch in den Sprüchen, die immer wieder gerne bei passender Gelegenheit angebracht werden: „Et hätt noch immer jot jejange“ ist einer davon, oder „Jeder Jeck es anders“, der so schön die sprichwörtliche Toleranz zum Ausdruck bringt. Nicht umsonst ist Köln auch eine Hochburg der Schwulen und Lesben, und nicht umsonst die Hauptstadt des Karnevals in Deutschland. Gerade in der „5. Jahreszeit“ kann der Kölner sich so richtig ausleben, Unterschiede werden bedeutungslos, man feiert und trinkt zusammen.
Das kann man am besten in den typischen kölschen Brauhäusern, in denen diese Atmosphäre der unkomplizierten Kommunikation hautnah spürbar ist. Die heimische Biersorte „Kölsch“ wird ebenso schnell gezapft wie getrunken, der „Köbes“ genannte Kellner macht seine respektlosen Sprüche, Manager sitzen neben Bauarbeitern, Einheimische neben Touristen. Und dann heißt es: „Drink doch ene mit“, eine weitere der typischen und liebenswerten Redensarten.
Dann spürt der Gast vielleicht dieses „feeling“, nimmt teil an jener einfachen, doch so wichtigen Lebenskunst, und ahnt, dass es sich in dieser Stadt Menschsein lässt
Ein solches Lebensgefühl wirkt ansteckend und einladend. Am besten, man probiert selber aus, was es bedeutet:

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