Grandiose Eröffnung
Am Ende ist der Countdown nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören. Die Zahlen auf der großen Anzeigetafel im RheinEnergieStadion laufen im Sekundentakt auf die Null zu, auf den Tribünen unterstützen die Zuschauer die Uhr durch lautstarkes Runterzählen. Als die Null erscheint, brandet Jubel auf – dies ist der Beginn einer grandiosen Eröffnungsfeier. Drei Stunden lang sorgen Feuerspucker, Trommler und viele Musiker für einen emotionalen und sehr stimmungsvollen Auftakt der Kölner Gay Games. Gleich zu Beginn waren die knapp 10.000 TeilnehmerInnen zu feierlicher Musik ins Stadion eingelaufen. Den Auftakt bildete ein einsamer Angolaner, zum Schluss marschierte das Städteteam aus Köln mit seinen 900 Athleten in die Arena ein. Zwischendurch präsentierten sich die 70 Teilnehmernationen äußerst farbenfroh: Die Thais kamen mit Krönchen auf dem Kopf, die Südafrikaner bliesen in ihre Vuvuzuelas, die Briten schwenkten einen rosafarbenen Union Jack. Das französische Team zelebrierte ausgelassen die erste La Ola des Abends. Begrüßt wurden die 25.000 Menschen im RheinEnergieStadion von Bundesaußenminister Guido Westerwelle, dem bislang ranghöchsten Schirmherrn in der Geschichte der Gay Games. „Wir vergessen nie die Generation, die für unsere Freiheit gekämpft hat“, sagte Westerwelle und ergänzte: „Wir sind mit den Gedanken bei allen Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern in der Welt, die immer noch wie Kriminelle behandelt werden“. Zudem dankte Westerwelle dem Organisationsteam der Kölner Gay Games und erhielt für seine Rede langen Applaus. Die Eröffnung der Gay Games war gespickt mit Höhepunkten: Ein Feuerspucker entzündete das Gay-Games-Feuer, die Regenbogenfahne wurde feierlich gehisst. Tänzer, Trommler und Feuerartisten symbolisierten die Kontinente der Welt, die sich unter der Regenbogenfahne bei den Gay Games versammeln. Zum Abschluss heizten Agnes und Taylor Dayne den Zuschauern ein. Agnes präsentierte ihren Hit „Release me“, Taylor Dayne sang ihre schönsten Hits. Die Eröffnungsfeier endete mit einem bunten Bodenfeuerwerk, dazu sang Dayne die Gay-Games-Hymne „Facing a miracle“.
Die Rede von Bundesaußenminister Guido Westerwelle hier nachlesen (englisch/deutsch).













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