Die VIII. Gay Games Cologne 2010 sind eine enorme logistische Herausforderung. Manchmal sind die kleinen Geschichten am Rande wesentlich aussagekräftiger als eine Flut von Zahlen. Wenn die 200 Radfahrer nach ihrem Rennen am Freitagabend im Kölner Norden das Ziel erreicht haben, werden sie von der Polizei mit Blaulicht in die Innenstadt eskortiert. Dieser besondere Service hängt mit der Beschaffenheit der Rennräder zusammen: weil die Räder kein Licht haben, wird die Polizei die Fahrer zu ihrem eigenen Schutz in die Stadt begleiten.
Die Zahlen der Kölner Gay Games sind beindruckend: 22.500 Medaillen mit einem Gewicht von 4,3 Tonnen werden während der Spiele vergeben. Zwölf Kilometer Absperrband werden entlang der diversen Rennstrecken gespannt. Zur Stärkung der 10.000 Teilnehmer werden während der Gay-Games-Woche 75.000 Äpfel und Bananen verteilt. „Es ist eine ziemliche Herausforderung, das Obst jeden Tag zu den Wettkampfstätten zu schaffen“, sagt Christoph Gasper-Carouge, Leiter des Arbeitskreises „Infrastruktur“.
Die Hauptarbeit haben die vielen ehrenamtlichen Organisatoren lange vor der Eröffnung der Spiele geleistet. So haben sie beispielsweise dafür gesorgt, dass 20 Segelboote mit fünf Lastwagen von der deutschen Nordseeküste ins niederländische Roermond gebracht wurden. Denn dort werden die Segelwettbewerbe der Gay Games ausgetragen. Zudem mussten die Organisatoren insgesamt fünf Paletten Bierbänke und Biertische leihen, die rund um die Sportstätten aufgebaut wurden. Alleine für das Tennisturnier wurden 1200 Bälle besorgt. Verantwortlich waren sie zudem für das Packen der Willkommens-Pakete, die an alle TeilnehmerInnen überreicht wurden.
