Freitagnachmittag – Der Höhepunkt einer langen Fußballwoche für die Frauen. Die Finalspiele stehen an!
In der Fun-Division 3 stand den Zuschauern auf dem Kleinfeld ein wahres Lokalderby bevor. Das Kölner Team „Torfabrik“ trat gegen die ebenfalls kölsche Mannschaft „Böse Möwen 1“ an. Hochmotiviert gingen die „Bösen Möwen 1“ ins Spiel, da ihre zweite Mannschaft, die „Bösen Möwen 2“, bereits den dritten Platz gegen Amsterdam erkämpft hatten.
© Silke ArrichGut gelaunt ebenfalls die Fankurve der „Bösen Möwen 1“. Hier erinnerte die Stimmung an die Fankurve des 1. FC Kölns. Ausgerüstet mit Trillerpfeifen, Vuvuzelas und Megaphonen wurde hier getobt und gefeiert. Auch alle anderen bereits ausgeschiedenen Mannschaften ließen es sich nicht nehmen, das Finale zu verfolgen.
Besonders begeistert waren alle SpielerInnen von der Atmosphäre. „Diese Woche war wirklich der Wahnsinn, es hat so viel Spaß gemacht. Toll, dass wir so viele internationale Teams kennengelernt haben, wir haben jetzt Trikots aus sämtlichen Nationen zu Hause“, erzählt Christine vom Kölner Verein „Wild Bunch“.
Und die ZuschauerInnen wurden nicht enttäuscht. Das Spiel war wie erwartet äußerst spannend. Hart aber fair kämpften beide Teams um die begehrte Trophäe. Nach einem nervenaufreibenden 7m-Schießen stand der Gewinner fest: Die „Torfabrik“ aus Köln besiegte die „Bösen Möwen 1“ mit 2:0.
Ausgiebig wurde der Sieg anschließend gefeirt. Und auch der heimliche Favorit, die „Bösen Möwen 1“ feierten kollegial mit und sangen: „Die Nummer zwei am Rhein sind wir“.
Somit gingen die ersten drei Plätze der Fun-Division 3 an kölsche Teams. Gut gemacht Mädels!
Beim zweiten Finale des Tages dauerte es dann doch etwas länger um am Ende endlich die glorreichen Siegerinnen zu finden. Mit zwei etwas ruhigeren Fanblocks aber trotzdem noch viel Unterstützung standen sich die Finalistinnen der Division 2 gegenüber. Nach dem Kölner Derby in der Division 3 hieß es nun: Fränkinnen gegen Fränkinnen, oder auch die Hobbergaasen gegen die Frangnggörls.
Nach einigen gefährlichen Aktionen der Hobbergaasen schafften die Frangnggörls in der letzten Minute der ersten Halbzeit das erste Tor. Damit lagen sie nach der Halbzeit in Führung und gingen wesentlich selbstbewusster in die letzten 20 Spielminuten. Kurz vor Schluss packte die Hobbergaasen dann aber doch nochmal der Ehrgeiz und nach zwei knapp verpassten Chancen verwandelten sie die dritte schließlich doch noch zum Ausgleich und somit ging es beim Frankenderby in die Verlängerung. Doch auch hier konnte kein Sieger ermittelt werden.
„Bereitet Euch auf einen langen Abend vor“, der Scherz des Moderators zu Beginn des 7 Meter Schießens schien Wirklichkeit zu werden. Insgesamt 11 Mal mussten die Spielerinnen auf das Tor schießen, bevor dir Frangnggörls verschossen und somit die Hobbergaasen das Elfmeterschießen mit einem 6:5 für sich entschieden. Mehr als ein „So sehn Sieger aus, “ war aus den feiernden Fußballerinnen nicht herauszubekommen. Die Frangnggörls ließen sich die Stimmung aber nicht vermiesen. Sie konnte man schon vor dem 11 Meter Schießen auf dem Fußballrasen tanzen sehen. Zwei Derbies und viele glückliche Spielerinnen - ein erfolgreiches Ende von einem erfolgreichen Turnier.
© Benjamin Hahn |
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