© Benjamin Hahn
Die EinzelzeitfahrerInnen bekamen gestern ihre eigene Polizeieskorte.
Polizeieskorte gibt’s ja eigentlich nur für VIPs, also besonders „wichtige“ Leute. So wie Politiker, Topstars oder auch die EinzelzeitfahrerInnen der Kölner Gay Games. Sie bekamen gestern ihre eigene Polizeieskorte um sicher vom Fühlinger See zurück nach Köln zu kommen. Da die Rückreise aller Athleten mit der Bahn wohl etwas umständlich gewesen wäre, nahmen etwa 50 SportlerInnen das Angebot an, um die ca. 15 minütige Strecke mit dem Rad zurückzulegen. „Ich bin müde, würde also lieber den Bus nehmen“, so Goldmedaillengewinnerin Kate Rowe. „Aber wir fahren ja mit einer Polizeieskorte, es ist also sicher.“ Umringt von Polizeiautos konnten sich die FahrerInnen nach einem erfolgreichen Rennen um kurz nach 21 Uhr auf den Heimweg machen
© Benjamin HahnInsgesamt herrschte eine sehr familiäre Stimmung am Fühlinger See. Es waren zwar nicht viele ZuschauerInnen gekommen, die wenigen gaben sich aber alle Mühe um die überwiegend deutschen AthletInnen lautstark ins Ziel zu brüllen. Sehr zufrieden mit dem Event war auch die Goldmedaillengewinnerin der Altersklasse 55 bis 59 ohne Lizenz Kate Rowe. Aufgrund der langen Anreise konnte die Australierin nicht auf ihrem eigenen Rad teilnehmen. „Es hätte mich um die 1000 Dollars gekostet mein eigenes Fahrrad mitzubringen. Mein Gastgeber hat mir ein Fahrrad geliehen.“ Auf einem fremden Fahrrad ein Rennen zu fahren ist nicht immer einfach, deswegen freut sich die Australierin besonders über die Medaille.
Bereits zum 5. Mal ist Kate Rowe nun bei den Gay Games dabei und ist auch in Köln wieder begeistert. „Nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten mit der Zeitnahme verlief das Rennen super. Die Gay Games bieten immer ein so sicheres und freundschaftliches Umfeld. Die Spiele sind etwas ganz besonderes.“
Mehr Fotos unter: http://www.qubesport.net/photos
Created on 7. August 2010 - 11:05